Jetzt wird´s haarig

Seit etwa 3 Jahren habe ich keinen Frisör mehr besucht und bin seit vielen Jahren sehr bewusst und achtsam mit meinem Haar. Ich ließ vor einigen Jahren auch meine Körperbehaarung frei wachsen: unter den Achseln, im Schoß, an den Beinen.

Durch mein Haar empfinde ich eine tiefere Fühligkeit, Selbstannahme und wilde Weiblichkeit. Es tut mir so gut so frei damit zu sein. Haare sind wie Antennen (dabei denke ich oft an Avatar und die Wesen, die sich mit ihren feinen Haarspitzen mit allem um sich herum verbinden und darüber Informationen austauschen) und der Körper der Frau im allgemeinen und insgesamt ist einfach SO SO wunderschön und grenzgenial (SELBSTLIEBE – go for it!!!)! In allem liegt diese tiefe, natürliche Schönheit. Wenn du aufhörst anders sein zu wollen, anders aussehen zu wollen, dich irgendwelchen Schönheitsidealen zu beugen und deine Vorstellungen anderen anzupassen, und dich stattdessen wirklich liebst und annimmst, wie du bist, erstrahlt Schönheit von innen heraus aus allem – deinem Haar, deinen funkelnden Augen, deinen Händen, deinen grazilen Bewegungen, deiner klaren, melodischen Stimme. Es wirkt auf deinen gesamten Selbstausdruck und dein ErSCHEINEN!

Wieder zum Haar: Dies ist eine Danksagung an die Haare des Körpers. Sie regulieren den Temperaturausgleich, schützen die Haut und neben vielen anderen funktionellen Dingen sind sie es einfach würdig geehrt, geliebt und angenommen zu werden. Sie dürfen deinen Körper schmücken und sein. Sie sind etwas ganz Wunderschönes, was dein Körper hervorbringt und ihn zaghaft bedeckt. Früher wusch ich mein Haar täglich mit Shampoo. Ich färbte es sogar. Ich stutzte, rasierte, frisierte verschiedene behaarte Körperbereiche. Immer mit dem Fokus auf Schönheit und Körperpflege.

Ich verstehe nun nach all den Jahren in der Natur immer mehr, was wirklich pflegend, reinigend und schön ist, und beobachte, wie Tiere sich reinigen: mit Zunge, Sandbaden oder Schlammpackungen – auch diese Methoden wende ich hin und wieder mal an. 🙂 So ließ ich erst einmal alles Beschneiden sein. Ich ließ wachsen, was und wie es wachsen wollte, und fühlte und fühle mich so schön mit dem Haar an meinem Körper. Ich entdeckte Lavaerde für meine Haut und mein Haar und bin mehr als zufrieden damit, mich mit Erde zu reinigen und jedes Spüren dieses Elementes auf meiner Haut fühlt sich wohlig, nährend und reinigend an.

André hat mir kürzlich ein überraschendes Geschenk gemacht, das mir erneut Bewusstheit für mein Haar öffnete. Er hat eine Bürste ausgepackt und begonnen mich zu bürsten – erst von der einen Seite, dann die andere, von hinten und von vorne. Nie im Leben zuvor hatte ich das Gefühl, ich sei so gut und ordentlich gebürstet worden. Dabei war die Technik, Ausdauer und Hingabe so elementar und entscheidend. Ein wahrer Genuss sage ich euch!

Die Kopfhaut wurde zugleich angeregt und massiert, das Haar vom Ansatz bis in die Spitzen ausgestrichen. Zuvor in meinem Leben hatte ich auch Bürsten und Kämme aller Art, aber bemaß dem Haarebürsten nicht viel bei. Doch diese Bürste war besonders. Es ging beim Bürsten besonders darum, auch die Kopfhaut anzuregen. Die Bürste ist zudem nur aus natürlichem Material und wunderschön gefertigt. Ein Tool, das neben der Erde auch meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit und Freude erhält.

Dieses Bürsten ist für mich eine besondere Zeremonie, mit der ich mein Haar zelebriere, während ich es reinige. Vor einigen Jahren fand sich in mir bereits schon einmal die Begeisterung, ohne Shampoo die Haare zu waschen, doch mein Haar wurde fettig, strähnig und wirkte gar nicht kraftvoll – über mehrere Monate lang. Ich wandte verschiedene Dinge an wie Roggenmehl und saure Rinsen, was immer mal wieder mäßig gut war, doch nie gänzlich kraftvoll für mein Haar. Heute habe ich durch die neue Bürste und mit der Wascherde für mich die stimmigen und ineinander greifenden Tools entdeckt, mit denen ich mich und mein Haar sich sehr gut anfühlen.

Hier ein wunderschöner, lesenswerter, inspirativer (und langer) Artikel zu Haaren: https://www.projekt-nordwaechter.com/post/langes-haar-und-ihre-auswirkungen-auf-die-menschliche-energie