Kann ich bleiben, wer ich bin? Kann ich einfach das tun, was ich eh schon kann? Mein Leben fordert mich permanent auf Neues zu lernen und zu erfahren, ohne dabei Altes zu zerstreuen und zu verlieren. Altes wird gefestigt durch all das Neue, was sich in mir entfalten will und wird. Ich werde daran erinnert: Wachstum passiert stetig und unaufhörlich. So wie der Fluss sich jede Sekunde bewegt und von einer Vielzahl an Wassertropfen durchschwemmt wird, so ist dieser lebendige (Lebens-) Fluss auch in mir. Wir sind niemals angekommen, sondern schreiten, mit dem ein oder anderen Male innehalten, voran in unserem Leben.

Doch niemals gibt es einen Stillstand, niemals einen Zustand der Vollkommenheit und genau in dieser Unreife und dem (sich) Öffnen zum Weiterwachsen und lernen, dem Lösen seiner tiefsten und noch tiefer liegenden Blockaden, liegt ein Stück Vollkommenheit. Ein Kind, welches in der Natur aufwächst, gelangt von selbst in so vielfältiger Weise in und an seinen Lebensfluss:

Es lässt sich von den einfachsten Dingen begeistern, erfreut sich beispielsweise daran wie die Sonne aufgeht, eine Ameise emsig herumkrabbelt und seine Hände in den erdigen Boden zu graben. Es ist unaufhörlich beschäftigt damit neue Entdeckungen zu machen und es ist so offen zu wachsen und zu lernen. Das Herz und die unendliche Seele werden gespeist mit alten, wesentlichen und elementaren Dingen und doch wird alles ganz neu erfahren und wahrgenommen. Eignen auch wir uns diese Warmherzigkeit, Freude und Offenheit (wieder) an! Die tiefe Liebe zu allem was uns umgibt, tragen es weiter und tauchen ein in den Fluss des Lebens.